Und jetzt gehts los!!!! Der Dschungeltag beginnt.. auch ohne Stars!!!
Um acht kam unser Guide namens Dang. Er verstaute unser Essen in seinem Rucksack und dann gings los in Richtung Dschungel. Wir wurden mehr oder weniger am Srassenrand abgesetzt. Unser Guide versprach uns zwar eine touristenfremde aussergewoehnliche Tour, aber von hier?!!
Es eroeffnete sich tatsaechlich ein "Weg" in den Wald. Es war ein Aufstieg ueber Wurzeln, durch Aeste, ueber Staemmen, durch die Blaetter dem Guide hinterher! Im Sauseschritt! Man beachte, dass unser Guide mit seinen Badelatschen den Weg angab.
Unser Guide benoetigte nach der ersten halben Stunde eine Pause, was nicht an seinen Latschen lag. Es ging so heftig bergauf, dass man aufpassen musste, nicht nach hinten zu fallen. Wir glauben mit unserem Geschnaufe haben wir alle wilden Tiere verjagt! Vorerst konnten wir uns im Wald gar nicht recht umschauen, da wir uns so auf den Weg konzentrieren mussten.
Die Baeume und die Pflanzen waren so saftig gruen und riesig gross. Es hat die ganze Zeit gezirpt, geraschelt, gezwitschert und gerufen und wir haben immer noch geschnauft.Dang hat uns einiges ueber Spinnen, wilde Bienen und andere Insekten erklaert und sofern vorhanden auch gezeigt.
Unser Weg fuehrte uns zu einem Wasserfall und an seiner Seite wieder runter. Leichter gesagt als getan. Festhaltemoeglichkeiten waren nur die Wurzeln und vereinzelt mal ein Seil. Wie hat unser Guide in diesen Momenten gesagt: "save your body" :o)
Unten am Wasserfall gab es erst mal Essen und dann ging es AUF dem Fluss weiter. Von Stein zu Stein sind wir in einem Balanceakt weitergehuepft. Dabei war unser Guide besonders stolz auf unseren Frank, da dieser fuer die Nachwelt einen neuen Weg geschaffen hat!!!!
Folgendes geschah: Berg links, Fluss rechts, Frank hing mittendrin am Felsen an einer Wurzel. Die Wurzel gab nach und Frank auch. Er brach einen Felsen aus der Wand, stuerzte so halb nach hinten in den Fluss. Fazit: Hose nass, Schuhe sowieso und der Stein ergab im Wasser einen neuen Weg, was wir (dahinter) nur befuerworten konnten. Dang hat sich vor lachen nicht mehr einbekommen. :o)
Der Weg fuehrte weiter so durch den Palmenwedelwald. Die Sonne glitzerte ein bisschen durch die Aeste und es war einfach nur wahnsinnig schoen!! Unser naechster Halt war an einem verzweigtem Ende des Wasserfalls, wo sich ein kleiner klarer See gebildet hat. Bevor unsere Frau Ort ihr Ziel erreichte, musste sie solidarisch Franks Leid teilen und sich auch nasse Fuesse + Hose holen. Als Sahnehaeubchen gab es noch ein blaues Knie und einen verletzten kleinen Zeh vom Aufprall gegen ein Stein. Wer war wohl staerker?!
Der Kaffee in den Bambustassen (von unserem Guide geschnitzt) hat aber alle entschaedigt. Marsch weiter!
Aus den fuenf geplanten Stunden wurden dann neun. Tiere haben wir leider weiter nicht gesehen, dafuer aber die weltweit groesste Bluete Rafflesia.
Am Ende des Tages waren wir dreckig, stinkig, nass, verschwitzt, aber gluecklich.
Um unser Tierdefizit nachzuholen, bot uns unser Bungalowbesitzer an, die Affen hinter seinem Haus zu fuettern. Die wilden Aeffchen kommen abends immer um die gleiche Zeit, um sich Bananen zu holen. Sehr lustige Zeitgenossen!
Mehr als ein Abendessen war danach nicht noetig und wir sind alsbald in unsere Baumhaeuser gekrabbelt.
Susan & Pia
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