Nachdem wir den Bus verlassen haben, warteten die T.A.T. Haie schon auf uns. Rein ZUFAELLIG lud der Busbegleiter unser Gepaeck vor einem ihrer Hauptquartiere ab und ein Mann wollte uns schon die Ueberfahrt auf eine Insel verkaufen. Dankend abgelehnt, machten wir uns auf den Weg zum Pier. Durch schmale Gassen und einen Markt (wo Marius sein spaeteres Abendessen findet) kamen wir dort an wo wir wollten und kauften vier Tickets fuer das Nachtboot nach Ko Pha Ngan. Was macht man nun mit fuenf Stunden die man toschlagen muss ? - Na klar, man laeuft ueber den Markt und kauft was zu Essen. Endlose male liefen wir auf und ab, bis alle etwas zu Essen hatten. Der eine mehr, der andere weniger Exotisch: Marius kaufte sich eine Tuete fritierte Heuschrecken fuer 20 Baht.
Als haette er nie was anderes gegessen, riss er die Tuete auf und verspeisste genuesslich das erste Insekt. In kurzen Abstaenden folgten die Anderen... ABER EINE blieb fuer mich uebrig. Nach Marius ist der Geschmack zwischen Pommes, Salzstangen, Fett und Nichts einzuordnen. Waehrend Marius sich bereits die Finger ableckte, kaempfte ich noch immer (seit ca. 30min) mit der Nr. 1. Als ich es endlich schaffte, sie in den Mund zu stecken und zu zerkauen konnte ich mich vom fettigen Geschmack ueberzeugen. Wuerde man nicht wissen, dass es eine Heuschrecke ist, schmeckt es einfach nur nach Fett.
Der Abend ging zu Ende, wir tranken noch fuenf Singha Bier bis wir an Bord gegangen sind. Das was man hier unter einer Nachfaehre versteht ist nichts anders, als ein voll belandenes, schwimmendes Matratzenlager. Dicht an dicht !! Es gab zwei Decks, die jeweils ca. 1.70m hoch waren. Nachdem wir unsere Schlafplaetze belegt hatten, legte das Boot auch schon ab. Wir hofften auf eine ruhige See und hatten eigentlich keine Lust auf irgendwelche naechtlichen Abenteuer. Wir hatten gerade mal unser Singha2Go Bier aufgemacht und auf die Fahrt angestossen, als das Motorengeraeusch verstummte. Ist das normal ? - Als zehn Minuten spaeter, der Diesel noch immer keinen Mux gemacht hat, drifteten wir langsam in Richtung Ufer. Die Matrosen liefen vom Bug bis zum Heck und schrien wild durcheinander. Als nach dem zehnten Versuch der Motor immer noch nicht anspringen wollte, wurde der Anker geworfen und machten auf dem Kanal entgegen der Fahrtrichtung fest. Weitere fuenfzehn Minuten spaeter, wir hatten bereits 30min Verspaetung, spuckte der Diesel eine riesige schwarze Wolke aus und schnurrte wieder wie eine Kater. In Deutschland wuerden wir jetzt die naechste Werft anlaufen, in Thailand gehts aufs offene Meer. Bei leichtem Seegang schlummerten wir bis frueh um sechs.
Marius & Frank
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